New York-Reise
der
KKG Mer han uns jefunge
Im September 1997 reiste eine Gruppe von Mitgliedern nach New York, um die KKG "Mer han uns jefunge" bei wohl einem der bekanntesten Umzüge der Welt zu repräsentieren, nämlich bei der
STEUBENPARADE
Hier für alle, die nicht dabei sein wollten oder konnten, ein Bericht von einem, der
dabei war:
Seit 2 Jahren geplant und nun war es endlich soweit. Am Donnerstag den 18.09. startete
die KG ihren wohl größten Vereinsausflug zur Teilnahme an der Steubenparade in
New York.
Vom Flughafen Köln/Bonn ging es morgens um 7.00 Uhr los. Umsteigen in Frankfurt in
eine größere Maschine, die dann endlich um
10.15 Uhr Richtung New York
startete. Die Hoffnung auf eine bequemere Maschine erfüllte sich leider nicht und
auch der Service war eher besch...eiden. Und das bei der Gesellschaft mit dem Kranich.
In New York endlich angekommen fehlte die Fahne. Die Fluggesellschaft hatte sie schlicht
in Frankfurt vergessen. Sie sollte aber mit der nächsten Maschine nachgeschickt
werden. Was 2 Tage später wirklich der Fall war!
Das Hotel, mitten in Manhattan gegenüber dem Waldorf Astoria, war auch nicht
schlecht. Nur brauchte man auch tagsüber Beleuchtung, weil die nächsten
Wolkenkratzer etwas nah standen. Den Himmel konnte man nur von der Straße aus
sehen. Und los ging es zur ersten Besichtigungstour durch Manhattan. Durch die
Zeitverschiebung war es ja erst Mittags und der halbe Tag lag noch vor uns.
Der Verkehr, die Häuser, die Menschenmassen, Wahnsinn.
Der Blick vom Empire State Building offenbarte uns erst die ganze Größe
New Yorks. Beim anschließenden Abendessen musste man feststellen, dass die Preise so
hoch waren wie die Häuser. 1 Steak, 2 Bier
80,00 DM. Und das in einem "normalen" Restaurant.
Am nächsten Morgen, nach einem typisch Amerikanischen Frühstück, mein Gott
wieviel Hühner mussten dafür schuften, ging es los zur 4,5 stündigen
Stadtrundfahrt. Broadway, Fifth Avenue, Times Square, alles wurde abgeklappert. Spannend
wurde es in Harlem.
An einer Feuerwache durfte man auf eigene Gefahr aussteigen. Bedingung war die Gruppe
bleibt zusammen und keiner entfernt sich alleine. Die Firefighter waren sehr freundlich,
doch leider kam ein Feueralarm und weiter ging es zum Hafen.
Dort wurde ein Boot bestiegen und ab ging es rund um Manhattan. Hudson River, East River
waren bald ein Begriff.
auch etwas trinken.
Der Abend stand wieder zur freien Verfügung.
Wenn man nur auf den Hauptstraßen blieb, konnte man sich auch frei bewegen. New
York ist wirklich sehr sicher geworden. Die Polizei ist allgegenwärtig. Und wenn man
die Jungs sieht, naja sie verbreiten in der Sonne viel Schatten.
Samstags war es endlich soweit. Der Tag der Steubenparade war da. Zuerst ging es zur St.
Patricks Kathedrale zur feierlichen Messe und Fahnenweihe. Fast alle teilnehmende
deutschen Vereine waren hier versammelt. Weiter ging es zum Aufstellungsbereich und auch
hier wieder jede Menge Polizei. Aber locker wie wohl nur in New York. Fotos vom Literaten
Rolf Urban auf einer Polizei-Harley-Davidson sind der Beweis. Und für ein kleines
Dömchen bekam man vom Ami-Bullen seine Police-Krawattenspange.
Durch einen herbeigeführten Zufall trafen wir die Kornblumenkönigin, die vor
kurzem in Köln war. Sie freute sich riesig über das eigens mitgebrachte
Bürgerecho mit ihrem Konterfei.
Und los ging es die Fifth Avenue hinunter. Statt Kamellenrufe hier nur Applaus. An den
Fenstern ließ sich keiner sehen. Aber sehr viele Deutschamerikaner im Publikum, was
man den Alaafrufen entnehmen konnte. Und Platz hatte man. Ein etwaiger Festwagen hätte
hier quer fahren können. Auf der anschließenden Nachfeier im Central-Park konnte
man wieder sehen wie klein doch die Welt ist. Traf man doch durch Zufall Bekannte aus
Köln. Einem ehemaligen Ehrenfelder, der 1961 nach New York ausgewandert war, kamen die
Tränen angesichts des Ehrenfelder Wappens auf der Fahne und der kölschen
Tön, die er nach langer Zeit mal wieder hörte.
Den nächsten Tag verbrachte die Truppe auf einem Oktoberfest in Long Island.
Warsteiner vom Fass und fast nur Deutschamerikaner. Sie grell amerikanisch geschminkt im
Dirndl, er in Lederhose und Plastiktirolerhut. Man kann sich vorstellen wie dort
gemaggelt wurde. Dömchen und andere Abzeichen waren hochbegehrt.
Der nächste und letzte Tag stand dann wieder zur freien Verfügung. Bummel quer
durch Manhattan stand auf dem Programm. Präsident Enno Berg hatte mittlerweile
gelernt, dass die komischen blauen Kästen für Post und nicht für Abfall
waren. Der 1. Vorsitzende Hermann Giesen wusste nun auch, dass er bei der Bierbestellung
mit seinem Teneriffaspanisch (Dos Cerveza por favor) keine Chance hatte.
Am späten Nachmittag ging es dann wieder zum Airport und mit dem schon gewohnt
besch... Service, man stelle sich vor die Kinder saßen getrennt von den Eltern,
zurück noh Kölle.